Kinderbildungs-/-betreuungseinrichtungen - (Sonder-)Kindergartenpädagoge - Anerkennung

  

Allgemeine Informationen

Die Ausbildung zur (Sonder-)Kindergartenpädagogin/zum (Sonder-)Kindergartenpädagogen ist bundesgesetzlich geregelt.

Sonderkindergartenpädagoginnen/Sonderkindergartenpädagogen sind in Heilpädagogischen Kindergärten angestellt, das sind Kindergärten für Kinder mit besonderen Erziehungsansprüchen, in denen Kinder ab dem vollendeten 3. Lebensjahr grundsätzlich bis zur Erreichung der Schulpflicht betreut werden.

Kindergartenpädagoginnen/Kindergartenpädagogen sind in Kinderkrippen oder (Heilpädagogischen) Kindergärten angestellt. Kinderkrippen sind Einrichtungen für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr. Kindergärten sind Einrichtungen für Kinder ab dem vollendeten 3. Lebensjahr grundsätzlich bis zur Erreichung der Schulpflicht.

Die Anstellungserfordernisse richten sich nach dem Gesetz über die fachlichen Anstellungserfordernisse für Kindergärtnerinnen/Kindergärtner und Erzieherinnen/Erzieher an Horten und Schülerheimen (Steiermärkisches Anstellungserfordernisgesetz 2008 - StAEG).

Ausländische Befähigungs- und Qualifikationsnachweise können von der zuständigen Behörde anerkannt werden. Die Anerkennung richtet sich nach dem Steiermärkischen Gesetz über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (StGAB).

  

Zuständige Stelle

Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft

[Zuständige Stelle / Formular...]
  

Verfahrensablauf

Die Berufsqualifikationen von Antragstellern / Antragstellerinnen, die über einen den o. a. Qualifikationsnachweisen entsprechenden Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis verfügen, werden - auf Antrag - als den landesgesetzlich festgelegten Voraussetzungen für die Aufnahme desselben Berufes entsprechend anerkannt, wenn der Befähigungs- oder Ausbildungsnachweis

  • von der zuständigen Behörde des Heimatmitgliedstaates ausgestellt wurde und
  • im Heimatmitgliedstaat erforderlich ist, um in dessen Hoheitsgebiet die Erlaubnis zur Aufnahme und Ausübung dieses Berufs zu erhalten.

Ist die Aufnahme oder Ausübung eines Berufes im Herkunftsstaat nicht geregelt, wird die Berufsqualifikation des Antragstellers / der Antragstellerin auf Antrag anerkannt, wenn der Antragsteller / die Antragstellerin diesen Beruf in den vorhergehenden zehn Jahren durch ein Jahr vollzeitlich oder während einer entsprechenden Gesamtdauer in Teilzeit in diesem Mitgliedstaat ausgeübt hat, sofern er / sie im Besitz eines oder mehrerer Befähigungsnachweise ist, der oder die

  • von der zuständigen Behörde des Heimatmitgliedstaates ausgestellt wurden und
  • bescheinigen, dass der Inhaber / die Inhaberin auf die Ausübung des betreffenden Berufs vorbereitet wurde.

Ausgleichsmaßnahmen können dann vorgeschrieben werden, wenn sich

  • die Ausbildung im betreffenden Beruf auf Fächer bezieht, die sich inhaltlich wesentlich von jenen nach den jeweiligen Beruf regelnden landesgesetzlichen Vorschriften unterscheiden, oder
  • der Beruf nach den jeweiligen landesgesetzlichen Vorschriften reglementiert ist und eine oder mehrere reglementierte Tätigkeiten umfasst, die nach den Rechtsvorschriften des Herkunftsstaates des Antragstellers/der Antragstellerin nicht Teil des Berufsbildes sind und sich die geforderte Ausbildung auf Fächer bezieht, die sich inhaltlich wesentlich von der Ausbildung des Antragstellers/der Antragstellerin, unterscheiden.
  

Erforderliche Unterlagen

  • kurzes schriftliches Ansuchen
  • Ausbildungszeugnisse
  • Studienbuch oder Erfolgsnachweis (transcript of records) bzw. Stundentafel der absolvierten Ausbildung; (Titel der Lehrveranstaltung, Anzahl der absolvierten ECTS/Wochenstunden müssen ersichtlich sein)
  • allfällige Dienstzeugnisse zum Nachweis von beruflicher Praxis; ohne Berufserfahrung: Praktikumsnachweise
  • Staatsangehörigkeitsnachweis oder Reisepass
  • Lebenslauf (kurze chronologische Auflistung der Schulausbildung und der Berufsausübung; wichtig: die Angabe von Postadresse, Telefonnummer, E- Mail-Adresse)
  • Bestätigung des zuständigen Ministeriums in Ihrem Heimatland, worin bescheinigt wird, in welchem Bereich der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen Sie mit Ihrer bereits abgeschlossenen Ausbildung in Ihrem Heimatland arbeiten dürfen, ob Sie als Fachkraft gruppenführend tätig sein dürfen; Angabe des Altersbereichs der Kinder, die von Ihnen betreut werden dürfen
  • Bei Namensänderung (wenn der Name auf den Ausbildungsnachweisen nicht mit dem jetzigen Namen übereinstimmt): Heiratsurkunde oder anderes entsprechendes Dokument

Hinweis: Nicht deutschsprachige Unterlagen sind in Originalsprache und beglaubigt übersetzt jeweils in Kopie beizubringen.

Ein Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse - ein C 1 Zertifikat Deutsch -gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen - wenn Deutsch nicht Ihre Erstsprache ist - ist vor Arbeitsbeginn dem Dienstgeber vorzulegen.

  

Kosten

Verwaltungsgebühren in Höhe von ca. 180 Euro

Hinweis: Die Verwaltungsgebühren werden nach Abschluss der Verfahrens fällig.

  

Rechtsgrundlagen

  

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Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).