Gesundheitsberufe - Gesundheitspsychologie/Klinische Psychologie - Dienstleistung

  

Allgemeine Informationen

Vor der erstmaligen Erbringung einer gesundheitspsychologischen bzw. klinisch-psychologischen Tätigkeit im Rahmen der vorübergehenden Dienstleistungserbringung in Österreich, die einen vorübergehenden Aufenthalt im Bundesgebiet erfordert, hat die Dienstleistungserbringerin/der Dienstleistungserbringer der Bundesministerin/dem Bundesminister für Gesundheit und Frauen schriftlich Meldung zu erstatten.

Es wird ausdrücklich festgehalten, dass eine regelmäßige gesundheitspsychologische bzw. klinisch-psychologische Tätigkeit in Österreich nicht unter die vorübergehende Dienstleistungserbringung fällt. Eine regelmäßige gesundheitspsychologische bzw. klinisch-psychologische Tätigkeit in Österreich bedarf der Eintragung in die Berufsliste (Liste der Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen bzw. Liste der Klinischen Psychologinnen und Klinischen Psychologen) des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen gemäß § 19 bzw. § 28 Psychologengesetz 2013.
  

Voraussetzungen

Qualifikationsnachweis in der Gesundheitspsychologie bzw. Klinischen Psychologie und Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der EU oder einer sonstigen Vertragspartei des EWR-Abkommens oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft
  

Zuständige Stelle

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

Abt. II/A/3

Radetzkystraße 2

1031 Wien

E-Mail: anerkennung@bmgf.gv.at

[Zuständige Stelle / Formular...]
  

Verfahrensablauf

Meldung: postalisch oder elektronisch

Ermittlungsverfahren: allenfalls Nachprüfung der gesundheitspsychologischen bzw. klinisch-psychologischen Qualifikation, sofern erforderlich Ablegung einer Eignungsprüfung vor Erteilung der Berechtigung zur vorübergehenden Dienstleistungserbringung

Verfahrensdauer: bis zu zwei Monate

Rechtsmittel: Gegen einen abweisenden Bescheid ist eine Beschwerde zulässig, die binnen vier Wochen ab Zustellung des Bescheides schriftlich beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen einzubringen ist.
  

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis über die Staatsangehörigkeit
  • Bescheinigung der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftsstaats, aus der hervorgeht, dass die Dienstleistungserbringerin/der Dienstleistungserbringer rechtmäßig zur Ausübung des angestrebten Berufs als Gesundheitspsychologin/Gesundheitspsychologe bzw. Klinische Psychologin/Klinischer Psychologe niedergelassen ist, und dass ihr/ihm die Berufsausübung zum Zeitpunkt der Vorlage der Bescheinigung nicht, auch nicht vorübergehend, untersagt ist
  • Qualifikationsnachweis über die einem Mitgliedstaat der EU oder einer sonstigen Vertragspartei des EWR-Abkommens oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft erfolgreich absolvierte staatlich anerkannte Ausbildung in der Gesundheitspsychologie bzw. Klinischen Psychologie in beglaubigter Kopie bzw. bei fremdsprachigen Nachweisen in beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache
  • Erklärung über die Berufsausübung in Österreich erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 39 Psychologengesetz 2013

Alle Dokumente sind dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen in beglaubigter Abschrift (durch Gericht, Notarin/Notar oder allenfalls Gemeindeamt) vorzulegen. Dokumente, die nicht in der Amtssprache Deutsch abgefasst sind, sind mit einer Übersetzung durch eine gerichtlich beeidete Dolmetscherin/einen gerichtlich beeideten Dolmetscher vorzulegen.

Unbeglaubigte Fotokopien oder nicht deutschsprachige bzw. nicht übersetzte Dokumente werden nicht als Nachweise anerkannt.
  

Kosten

Für schriftliche Erledigungen fallen Gebühren und Abgaben nach dem Gebührengesetz und der Bundesverwaltungsabgabenverordnung an.
  

Zusätzliche Informationen

Dieses Verfahren gilt für folgende Berufe:

  • Gesundheitspsychologin/Gesundheitspsychologe
  • Klinische Psychologin/Klinischer Psychologe
  

Rechtsgrundlagen

  

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).