Gesundheitsberufe - Musiktherapie - Qualifikation - Anerkennung

  

Allgemeine Informationen

Die Bundesministerin/der Bundesminister für Gesundheit und Frauen hat auf Antrag die Gleichwertigkeit von Qualifikationsnachweisen in der Musiktherapie, die von einem Mitgliedstaat der EU oder einer sonstigen Vertragspartei des EWR-Abkommens oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft ausgestellt worden sind, zu prüfen und diese anzuerkennen. Für die Erlangung der Berufsberechtigung als Musiktherapeutin/Musiktherapeut ist die Eintragung in die Berufsliste (Musiktherapeutenliste) zu beantragen. Eine Berufsausübung oder Heranziehung von Personen zur Berufsausübung ohne Eintragung in die Berufsliste stellt eine mit Geldstrafe bedrohte Verwaltungsübertretung dar. Daneben kann es zu zivil- und strafrechtlichen Haftungsfolgen kommen.
  

Voraussetzungen

Qualifikationsnachweis in der Musiktherapie, ausgestellt in einem Mitgliedstaat der EU oder einer sonstigen Vertragspartei des EWR-Abkommens oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft
  

Zuständige Stelle

Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

Abt. II/A/3

Radetzkystraße 2

1031 Wien

E-Mail: anerkennung@bmgf.gv.at

[Zuständige Stelle / Formular...]
  

Verfahrensablauf

Antrag: postalisch oder elektronisch

Ermittlungsverfahren:

  • Formale Prüfung der Voraussetzungen, inhaltliche Prüfung durch eine Amtssachverständige/einen Amtssachverständigen oder eine nichtamtliche Sachverständige/einen nichtamtlichen Sachverständigen
  • Ausstellung eines Feststellungsbescheides, allenfalls unter Auflagen (Anpassungslehrgang oder Eignungsprüfung)

Verfahrensdauer: bis zu vier Monate nach vollständiger Vorlage sämtlicher Nachweise

Rechtsmittel: Gegen den Bescheid ist eine Beschwerde an das zuständige Landesverwaltungsgericht zulässig, die binnen vier Wochen ab Zustellung des Bescheides schriftlich beim Bundesministerium für Gesundheit und Frauen einzubringen ist.
  

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag
  • Lebenslauf, aus dem insbesondere der Bildungsweg und die Berufstätigkeit ersichtlich ist
  • Nachweis eines Wohnsitzes (Meldezettel) oder einer/eines Zustellbevollmächtigten (persönlich unterfertigte Vollmacht) in Österreich
  • Qualifikationsnachweis über die einem Mitgliedstaat der EU oder einer sonstigen Vertragspartei des EWR-Abkommens oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft erfolgreich absolvierte staatlich anerkannte Ausbildung in der Musiktherapie in beglaubigter Kopie bzw. bei fremdsprachigen Nachweisen in beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache
  • Nachweise der Ausbildung im jeweils erforderlichen Ausmaß in Theorie und Praxis (Studien- oder Lehrpläne, Diploma Supplement, Qualifikation der Lehrenden) unter Nachweis von absolvierten Unterrichtseinheiten oder Credits, erworbenen Lernergebnissen oder Kompetenzen sowie Inhalten der praktischen Ausbildung
  • Allfällige Fort- oder Weiterbildungsnachweise
  • Allfällige Nachweise über bisherige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung
  • Beschreibung des Tätigkeitsbereichs des Berufes im Herkunftsstaat gemäß einer allenfalls bestehenden gesetzlichen Definition oder inhaltlichen Beschreibung der Tätigkeitsfelder
  • Bescheinigung der zuständigen Behörde des Herkunftstaates, dass die Berufsausübung nicht vorübergehend oder endgültig untersagt wurde (Unbedenklichkeitsbestätigung)

Alle Dokumente sind dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen in beglaubigter Abschrift (durch Gericht, Notarin/Notar oder allenfalls Gemeindeamt) vorzulegen. Dokumente, die nicht in der Amtssprache Deutsch abgefasst sind, sind mit einer Übersetzung durch eine gerichtlich beeidete Dolmetscherin/einen gerichtlich beeideten Dolmetscher vorzulegen.

Unbeglaubigte Fotokopien oder nicht deutschsprachige bzw. nicht übersetzte Dokumente werden nicht als Nachweise anerkannt.
  

Kosten

Es ist mit anfallenden Verwaltungsgebühren in der Höhe von ca. 200 Euro bis 500 Euro zu rechnen, die nach Abschluss des Verfahrens fällig werden.
  

Zusätzliche Informationen

Dieses Verfahren gilt für folgende Berufe:

  • Musiktherapeutin/Musiktherapeut
  

Rechtsgrundlagen

  

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).